Mit Abstand ins neue Jahr

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Mit Abstand ins neue Jahr
Foto © Noel_Bauza | Pixabay

Fachkräftemangel und Datenschutz – das waren unsere größten Probleme am Jahresanfang bevor am 27. Januar der erste Covid-19-Fall in Deutschland bekannt wurde. Dennoch hatte noch bei der Berlinale ein vielversprechendes Jahr mit großen Produktionen und tollen Kinostarts vor uns gelegen. Inzwischen wissen wir vieles besser, aber längst nicht alles. Der Produktionsboom der letzten Wochen könnte sich jedoch im neuen Jahr fortsetzen, eventuell mit einer kurzen Zäsur nach den Feiertagen.

Liest man die Chronik zum Coronavirus des Bundesgesundheitsministeriums wird man an viele Ereignisse dieses Jahres erinnert. Die ersten Breaking News über die Entwicklungen in Italien und schließlich der Lockdown in Deutschland sind noch den meisten präsent. „Zoom“ oder „Trello“ hatte kaum jemand vorher gehört. Digitalisierung war etwas abstrakt Erstrebenswertes ohne erkennbaren Mehrwert gewesen. Erst als normaler Büroalltag, persönliche Treffen, Reisen und sämtliche Lebensgewohnheiten über Nacht nicht mehr möglich waren, erwachte ein breites Innovations-Interesse. Durch Verbote für Kinoaufführungen und Widerruf von Drehgenehmigungen stand die Branche still. Eine dunkle Ungewissheit verschlang im Frühjahr alles.

Dank einer pragmatischen Berufsgenossenschaft und engagierten Branchenvertreter*innen ermöglichten praxiskonforme Hygienekonzepte die Wiederaufnahme des Drehbetriebs. Förderungen und Sender boten über Sonderkonditionen abgefederte Kosten und eine Reduktion der Risiken an. Einschränkungen, Mehrkosten und Verzögerungen bestimmten das vergangene Jahr und führten für viele in existenzgefährdende Situationen. Trotz der aktuell wieder sehr schlechten Lage versprechen mehrere Lichtblicke Besserung im neuen Jahr.

„Welche Perspektiven bleiben Produzenten?“ fragt das Forum der Filmwirtschaft am 14.01.2021. Nach dem Grußwort der bayerischen Digitalministerin erwarten wir Statements von Spezialist*innen und interessante Diskussionen unter der Moderation von Prof. Dr. Klaus Schaefer. Dort wird der TV-Ausfallfonds im Detail vorgestellt und wohl auch das Pendant für Kinoproduktionen. Weitere Digitalformate werden im nächsten Jahr folgen und dann auch internationale Festivals begleiten.

Neben Schnelltests sollen Impfungen die Rückkehr zur Normalität in absehbarer Zeit ermöglichen. Die aktuelle Berichterstattung über den erneuten Lockdown überlagert diese positiven Aussichten für 2021. Es gibt aber weitere Aspekte, die Grund zur Hoffnung bieten.

Der Produktionsmarkt wird in Deutschland weiter durch den stetig steigenden Bedarf an Inhalten geprägt. Mutige Programmentscheidungen und Investitionen in aufwändige Mehrteiler versprechen volle Auftragsbücher im nächsten Jahr. Für Kinoproduktionen scheint es derzeit noch keine attraktiven Verwertungsgarantien zur Produktionsfinanzierung zu geben. Zu unsicher ist vielen die Lage der Kinos und Verleiher, direkt damit verbunden dann auch der internationale Lizenzmarkt. Die großen Kraftanstrengungen versprechen wenigstens mittelfristig zukunftsfähige und lukrative Konzepte umzusetzen.

Durch den Digitalisierungs-Booster Covid-19 stehen jetzt zumindest intelligente und bezahlbare Lösungen für Weiterbildung, Fachkräftebindung, Compliance- und Risikomanagement zur Verfügung. Mit Ensider.de leisten auch wir einen wichtigen Beitrag, um die vor 12 Monaten prägenden und deshalb wohl wiederkehrenden Herausforderungen erfolgreich meistern zu können.