CORONA TRIFFT UNS ALLE

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CORONA TRIFFT UNS ALLE
CORONA TRIFFT UNS ALLE

Die Auswirkungen der aktuellen Situation treffen uns alle. Obwohl die persönliche Wahrnehmung von der Berichterstattung abweichen mag, können auch wir uns den wirtschaftlichen Folgen nicht entziehen. Das trifft Filmschaffende und Produktionsunternehmen in erster Linie, dicht gefolgt von Dienstleistern, Verwertern, aber auch Festangestellten in Großunternehmen. Die Folgen für unsere Industrie drohen signifikant zu werden.

Die durch die Corona-Krise verursachten Schäden werden nach aktuellem Stand von keiner Versicherung abgedeckt. Weder klassische Versicherungsprodukte für Unternehmen (Betriebsunterbrechung), noch Spezialangebote für Film (Ausfall, Fertigstellung) decken entsprechende Schäden.

In vielen Fällen werden gebuchte, bereits bezahlte, aber nicht abrufbare Leistungen vom Besteller bezahlt werden müssen. Das betrifft beispielsweise Hotels, die wegen regionaler Sperrungen oder Vorschriften nicht genutzt werden können. Viele Hotels, Fluggesellschaften und andere Dienstleister haben ihrerseits mit flexibleren Stornobedingungen reagiert.
Der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers für seine Mitarbeiter obliegt auch, wann und wohin ein Mitarbeiter entsendet werden kann. Die Sicherheit am Arbeitsplatz muss gewährleistet sein. Leider ist die Entscheidung immer im Einzelfall zu prüfen und die Quellen für Informationen zur Einschätzung einer Situation sind oftmals nicht eindeutig. So warnt zwar das Robert-Koch-Institut schon am Freitag vor Südtirol generell, da die Erkrankungen in Bayern auf Aufenthalte dort zurückgeführt werden, aber in Italien wurde das Gebiet bis Montag nicht als Risikogebiet eingestuft.

Filmschaffende, deren Projekt abgesagt wird, sind nur dann abgesichert, wenn bereits ein Arbeitsvertrag unterschrieben wurde. In der Praxis erfolgt die Unterzeichnung im Einzelfall auch mal später, was hier zu einer ungeplanten, unbezahlten Nichtbeschäftigungsphase führt.

Allerdings ist die Situation der Produktionsfirma deutlich dramatischer. Bereits eingegangene Verpflichtungen für ein Projekt, das aufgrund des Corona-Virus (Sars-CoV-2) oder seiner Folgen abgesagt wird, muss sie allein schultern. Nicht wenige Produktionsunternehmen könnten dadurch in massive Schwierigkeiten kommen, wenn Projekte vor Abschluss abgebrochen oder unterbrochen werden müssen, weil beispielsweise ein Teammitglied erkrankt. Bereits einzelne solcher Fälle würden eine undenkbare Kettenreaktion auslösen.

Durch die drastischen strafrechtlichen Folgen bei Nichtachtung von Quarantäne-Auflagen sind die Handlungsmöglichkeiten im Fall der Fälle äußerst eingeschränkt.

Das individuelle Risiko einer Erkrankung ist derzeit rein statistisch immer noch gering. Es bleibt also zu hoffen, dass die Produktionen von einem Vorfall verschont bleiben. Unternehmerisch ist wohl sowieso keine echte Entscheidungsfreiheit gegeben, denn wer dreht, riskiert sein Unternehmen, falls es zu einer Erkrankung kommt. Wer nicht dreht und damit keinen Umsatz generiert, wird aber seine laufenden Kosten auch nicht decken können.

Auf www.ensider.de fassen wir die wichtigsten aktuellen Fakten für unsere Branche zusammen. Bleibt gesund!